DEUTSCHER WETTERDIENST

STRECKENFLUG

Tabellarische Übersicht über die Flugleistungen unserer Segelflugzeuge

 

Die Tabellenwerte wurden aus veröffentlichten Geschwindigkeitspolaren gewonnen, die in Kurvenform vorlagen. Aus den Kurven wurden Einzelwerte abgelesen und so die Polaren in Excel-Tabellen überführt, damit sie anschließend wieder graphisch so dargestellt werden konnten, dass sie einer geeigneten Auswertung zugänglich wurden. Zweifellos führt dies Vorgehen zu einer größeren Unsicherheit der Daten. Es stand aber keine andere Datenquelle zur Verfügung.

 

Die Tabellenwerte, die Auskunft über die Flugleistungen der Segelflugzeuge für typische Wind- und Thermikstärken geben, sind also mit einer gewissen Vorsicht zu lesen. Eine Garantie für die Richtigkeit der einzelnen Werte kann nicht übernommen werden. Jedoch sind die Ergebnisse auf Grund des relativ flachen Verlaufs der Polaren auch unempfindlich gegenüber Ungenauigkeiten der graphischen Auswertung. Jedenfalls kann man sehr gut tendenziell erkennen, in welcher Weise man seine Flugtaktik auf die gegebenen oder zu erwartenden meteorologischen Bedingungen einstellen sollte.

 

Die auf Grund bestimmter erwarteter Thermikstärken nach der McGready-Theorie sich ergebenden durchschnittlichen Reisegeschwindigkeiten erlauben eine Abschätzung, welche Strecken innerhalb der zu erwartenden tageszeitlichen Dauer der Thermik möglich wären, wenn man konstante Thermikstärken voraussetzt. Da die Thermikstärke tageszeitlich veränderlich anzunehmen ist, können entsprechende Modifikationen abgeschätzt werden.

 

Die McGready-Theorie geht davon aus, dass die zu erzielende Reisegeschwindigkeit nur von der Flugzeugpolaren und dem zu erwartenden Steigen abhängt, also zunächst bei Windstille gilt. Sie ist in den Tabellen in Fettdruck wiedergegeben. Der Windeinfluss kann dann mittels dieser Reisegeschwindigkeit mittels des bekannten Winddreiecks ermittelt werden, z. B. separat für alle drei Schenkel eines Dreiecksfluges. Daraus ergibt sich dann die für eine bestimmte Dreiecksstrecke benötigte Flugdauer. Bei dem Steigwert 0 m/s ist

natürlich keine mittlere Reisegeschwindigkeit mehr zu erzielen. Die angegebenen Abfluggeschindigkeiten entsprechen hier der optimal zu fliegenden Geschwindigkeit im Endanflug. Bei anderen Steigwerten ergeben sich die Endanfluggeschwindigkeiten je nach Wind und zu erwartendem (letztem) Steigen.

 

Die Polare des Jeans Astir ist eigentlich die des Astir CS (mit Einziehfahrwerk). Sie erscheint uns etwas zu optimistisch. Sie wurde deshalb um 0,15 m/s nach unten verschoben, so dass sich ein bester Gleitwinkel von 1:36 ergab (Werksangabe 1:37,3) Es wird daher empfohlen, die Tabellenwerte mit der eigenen Erfahrung zu vergleichen und ggf. entsprechende Korrekturen anzubringen.

 

Es folgen die berechneten Tabellen für die Segelflugzeuge der Luftsportvereinigung Göttingen e. V., nämlich K8, ASK13 ein- und doppelsitzig, ASK21 ein- und doppelsitzig, Jeans Astir und LS4 mit 33 bzw. 50 kp/m2 Flächenbelastung (auf der Homepage durch anklicken der entsprechenden Bilder).

 

Göttingen, im April 2009

Ulf Rosenow

 

ka8

ask-21 einsitzig

ls4

ask-13 einsitzig

ask-21 doppelsitzig

ls4 wasserbetankt

ask-13 doppelsitzig

jeans astir