DEUTSCHER WETTERDIENST

Definition

Segelflug,

das Fliegen mit antriebslosen Flugzeugen, wobei der Flugapperat gegenüber der ihn umgebenden Luft sich dauernd im Gleitflug befindet. Steigflug ist möglich in Aufwindzonen, in denen sich die Luft rascher aufwärts bewegt, als die Sinkgeschwindigkeit des Segelflugzeuges beträgt (Thermik); z.B. Hangaufwind vor durch starke Winde angeströmten Hängen oder Gebirgsketten. Zum Start wird das Segelflugzeug entweder an geneigten Hängen durch Gummiseile auf Startgeschwindigkeit beschleunigt (Gummiseilstart, selten ausgeführt), durch eine Motorwinde bis auf etwa 300m Höhe drachenartig hochgezogen (Windenschlepp) oder an ein Motorflugzeug angehängt auf größere Höhen gebracht (Flugzeugschlepp).

Das Erkennen und Nutzen von Aufwindzonen, in denen gekreist wird, ermöglicht das Zurücklegen größerer Überlandstrecken im Segelflug.

Segelflugzeuge mit Hilfsmotor (etwa 20 bis 40kW) für den Start und zum Durchfliegen von Zonen ohne Aufwind werden als Motorsegler bezeichnet und dienen besonders zur Schulung

 

Segelflugsport,

als Freizeit- oder Wettkampfsport betriebenes Fliegen mit Segelflugzeugen. Die Wettbewerbe werden in vier Flugzeugklassen ausgetragen.Wettbewerbe: freier Streckenflug, Zielstreckenflug, Zielflug mit Rückkehr zum Startort, Höhenflüge, Dreiecksgeschwindigkeitsflüge über 100-1250km, Streckenflüge im geschlossenen Dreieck.

 

Segelflugzeug,

Flugzeug ohne Eigenantrieb, das daher nur im Gleitflug [...]fliegen kann, für sportliche Zwecke besonders leicht gebaut, zerlegbar, meist mit großer Spannweite, geringer Flächenbelastung und Sinkgeschwindigkeiten zwischen 0,5 und 1m/s.

Quelle:Bertelsmann Lexikon, 1997