LSV-Goettingen
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Aktuelles

Wochenende: Flugbetrieb von 10:00

bis Sunset

Chronik

 

Chronik der Luftsportvereinigung Eichsfeld Göttingen e.V.
 

1950: Gründung des Vereins am 20. Oktober 1950. Hervorgegangen aus der Modellflugvereinigung und der Interessengemeinschaft Segelflug, die im wesentlichen personengleich war. Der Verein ist einer der Gründungsvereine des Deutschen Aeroclubs, Landesverband Niedersachsen (LVN).

1952: Erstes Flugzeug des Vereins ist ein Schulgleiter vom Typ SG 38. Flugbetrieb findet auf dem Dörnberg bei Kassel statt. Im August werden erste Starts mit einer Seilwinde gemacht, die aus einem ehemaligen Schützenpanzer gebaut wird, welcher seit 1945 der Feuerwehr als Abschleppwagen gedient hat. Zu dieser Zeit kommen auch zwei geliehene Flugzeuge vom Typ Mü 13e und eine Gouvier zum Einsatz. Im September ist Schulbetrieb am Hohen Hagen bei Oberscheden.

1953: Gemeinsamer Kauf einer Mü 13e mit Northeimer Segelfliegern. Taufen durch Prof.Dr.Ludwig Prandtl auf den Namen “Prandtl”.

1954: Ende der Einsitzerschulung und Kauf eines Doppelraabs. Letzter Start des SG 38.Die Doppelsitzerschulung beginnt. Tragischer Unfall mit einem Bergfalken. Der Fluglehrer D.Purrmann kommt ums Leben. Mieten einer Flugzeughalle mit Werkstatt von der Bundesvermögensstelle, direkt auf dem Flugplatz Göttingen bis 1959.

1955: Eine Böe zerstört den Doppelraab. Nachbarvereine helfen aus. Im Mai gibt es eine neues Flugzeug. Ein Bergfalke mit dem Kennzeichen D-6100 bekommt den Namen “Prandtl” und übernimmt den Schuldienst.

1958: Flugbetrieb auf dem Drakenberg bei Roringen. Der Flugplatz Göttingen wird zum Industriegebiet umgewandelt. Dem Verein wird der Flugplatz gekündigt. Bis 1961 Flugbetrieb auf benachbarten Flugplätzen.

1961: Flugbetrieb in Hattdorf/Aue. Mit viel Mühe wird jeden Sonntag das Fluggerät dorthin und wieder nach Göttingen geschafft. Erste Gespräche zur Errichtung eines Segelflugplatzes in Settmarshausen bei Göttingen werden geführt

1962: Probestarts in Settmarshausen.

1963: Erste offizielle Starts in Settmarshausen. Anschaffung einer Ka 8. Diese wird zu Ehren der großzügigen Spender - die Firmen Raulf und Ebel- auf den Namen”Raubel” getauft.

1964: Der veraltete Doppelraab wird durch ein Schulflugzeug vom Typ Rhönlerche ersetzt. Im Sommer beginnt der Bau einer Flugzeughalle auf dem Flugplatz.

1967: Robert Behncke macht den ersten größeren Streckenflug von Göttingen bis in die Nähe von Kiel. Aus Anlass “60 Jahre Luftsport in Göttingen” wird ein gemeinsamer Großflugtag zusammen mit der Luftsportvereinigung Solling aus Uslar durchgeführt.

1968: Bezug der modernen Werkstatträume in der neu erbauten “Georg- Christoph - Lichtenberg Gesamtschule (IGS) in Göttingen - Geismar.

1970: Zweiter Großflugtag. Leider verregnet.

1971: Anschaffung und erster Start des Leistungsseglers Ka 6e. Taufe durch den OB Göttingens, Leßner.

1972: Die alte Startwinde wird durch eine neue ersetzt. Dritter Flugtag. Weitester Streckenflug mit mehr als 500km von Göttingen bis in die Nähe von Paris durch Ulf Rosennow.

1973: Vierter Flugtag in Settmarshausen.

1974: Das Kunststoff - Flugzeug Standard Cirrus ist das erste GFK Flugzeug der LVG. Im Juni findet ein Vergleichsfliegen südniedersächsischer Luftsportvereine in Göttingen statt.

1975: Fünfter und letzter Flugtag in Settmarshausen. Wegen Nichtverlängerung des Pachtvertrages werden im Herbst die letzten Starts gemacht. Verkauf des Bergfalken.

1976: Ankauf einer Motormaschine vom Typ PA 18(D-ELOC) mit 150PS zum Zwecke des Flugzeugschlepps. Abschluß eines Kooperationsvertrages mit der Luftsportvereinigung Witzenhausen. In den folgenden Jahren gute Zusammenarbeit mit der LSV Witzenhausen.

1977: Ein Leistungsdoppelsitzer vom Typ ASK 13 wird angeschafft. Der Flugzeugpark besteht aus zwei doppelsitzigen (Rhönlerche und ASK 13) und drei einsitzigen Segelflugzeugen (Ka 8, Ka 6e, Standard Cirrus). In der Folgezeit immer wieder Versuche ein eigenes Fluggelände zu bekommen.

1984: Anschaffung einer ASW 19.

1987: Anschaffung des Hochleistungsseglers LS 4.

1989: Absturz der ASW 19 mit leider tödlichem Ausgang.

1990: Am 3. Oktober, dem Tag der Wiedervereinigung, Flugbetrieb in Steinheuterode, Kreis Heiligenstadt. Kündigung des Kooperationsvertrages durch den Luftsportverein Witzenhausen. Begünstigt durch die politische Entwicklung, ist es möglich, Verhandlungen für ein Fluggelände in Günterode bei Heiligenstadt aufzunehmen. Im April wird die Motormaschine PA 18 durch eine jünger gleichen Typs ersetzt (D-EGFS).

1991: Ende der Grundüberholung des Schulungsdoppelsitzers ASK 13. Im April bekommt die LVG eine vorläufige Fluggenehmigung für das Segelfluggelände Günterode. Luftrechtliche Zulassung wird beantragt. Pacht-bzw. Kaufverträge zwischen den Besitzern des Geländes in Günterode und dem Verein werden abgeschlossen. Die Halle in Settmarshausen und das Gelände Atzenhausen werden verkauft. Unbefristetete Genehmigung des Platzes in Günterode wird im September erteilt.. Umzug der Werkstatt innerhalb der integrierten Gesamtschule. Aufnahme in den Landesluftsportverband Thüringen des Deutschen Aeroclub und Beginn der Schulung in Günterode.

1992: Die erfolgreichen Planungen werden im März mit der Baugenehmigung abgeschlossen. Es wird sofort mit dem Bau der Flugzeughalle begonnen. In ca 8000 Baustunden! wird bis zum Herbst desselben Jahres die Halle errichtet. Während des Fliegerlagers am 21.7. zerstört ein Gewittersturm zwei Segelflugzeuge (ASK 13, Astir) und die PA 18 (D-EGFS) total. Für den Rest der Flugsaison läuft kaum Flugbetrieb. Kauf einer Ka 8 für den Schulbetrieb.

1993: Am 17.5.1994 wird die neue Flugzeughalle offiziell eingeweiht. Der Sturmschaden ist behoben. Ab jetzt ist wieder normaler Flugbetrieb möglich. Im Oktober wird ein Motorsegler SF 25 von der Flugschule in Juist gekauft. Gründung einer Sparte Modellflug.

1993: Immer noch Restarbeiten an der Halle. Regelmäßiger Flugbetrieb mit beachtlicher Anzahl an Starts und Landungen. Das erste Mal Mitwirkung beim Ferienprogramm der Stadt Göttingen. 5 Schüler schnuppern je 10 Starts. Am 10. und 11. September, erster Flugtag im Eichsfeld. Großer Erfolg! Mitgliederzahl 48. Bau eines fahrbaren “Towers”.

1995: Im Juni “Tag der offenen Tür” und Taufe unseres Motorseglers auf den Namen “Günteröder Rabe” durch den Bürgermeister der Stadt Heiligenstadt Bernd Beck. Guter Zuspruch der Eichsfelder Bevölkerung. Weiterer Kauf von Grundstücken.

1996: Zweiter Flugtag im Eichsfeld. Bei gutem Wetter ebenfalls gut besucht. Grundüberholung des Ka 8 Rumpfes.

1997: Aus Altersgründen wird die PA18 verkauft und eine Morane (D-EDIG) als Schleppflugzeug angeschafft. Grundüberholung der Ka 8 Tragflächen. Planungen für dem Bau eines Treibstofflagers. Mitgliederzuwachs seit 1994 auf 70 Mitglieder. Kauf weiterer Grundstücke.

1998: Geschenk an den Verein von Ewald Bruns: Die Biene (weltweit einzigartig!). Bau des neuen Benzinlagers. Fliegerlager gemeinsam mit dem Luftsportclub Langenhagen in Celle - Arloh.

1999: Bezug einer von der Stadt Göttingen angemieteten Werkstatt auf dem Gelände der ehemaligen Kasernen im Zietengelände.
Fliegerlager in Tschechien.

2002/03 Anbau einer vereinseigenen beheizbaren Werkstatthalle.

2004/05 Nivellierung des Flugplatzgeländes und Bau einer 750 m langen Asphaltbahn durch einen interessierten Sponsor.

2005 wurde dem Verein ein neuer Schulungsdoppelsitzers ASK 21 (D-3208) in Glasfaserkunststofftechnik gestiftet.

2008/ 09 Der 60PS- Limbach-Motor des Motorseglers (D-KGAT) wird gegen einen von 80 PS-ausgetauscht.

2009 Anschaffung einer Startwinde, einer Doppeltrommelwinde mit 183 KW (250 PS) Motorleistung mit Kunststoffseilen mit freundlicher Unterstützung durch die Herstellerfirma, eine Maschinenbaufirma aus Geisleden bei Heiligenstadt. Dadurch Einführung des Windenschleppstarts in Günterode.
Eine gebrauchter Schulungseinsitzer Ka 8 wird in Holland gekauft.

2010 Kauf eines Ultraleichtflugzeuges vom TYP Eurostar (D-MSSI), ebenfalls mit Unterstützung der Maschinenbaufirma aus Geisleden.

2010 Das bisherige Segelfluggelände Günterode wird in einen Sonderlandeplatz mit dem Namen „Heilbad Heiligenstadt“ und er offiziellen Kennung EDHD umgewandelt.

2011 / 12 An der Ostseite der Halle wird die private Flugzeughalle eines Vereinsmitgliedes erbaut. In dieser Halle werden zwei private UL vom Typ „Eurostar“ untergestellt. Im Gegenzug unterstützt dieses Mitglied maßgeblich den Ausbau neuer Klubräume und eines Towers für eine fast schon professionelle Flugleitung, fertiggestellt im Frühjahr 2012. Der Anbau wurde auch möglich durch substantielle Zuschüsse des Landessportbundes Niedersachsen (über den Stadtsportbund Göttingen) und die Stadt Göttingen. Neben dem erheblich vergrößerten Klubraum entstanden auch eine geräumige Küche und sanitäre Anlagen einschließlich zweier Duschen. Im Obergeschoss ermöglicht ein großer Raum vielfältige Verwendung, z. B. das regelmäßige Packen der Fallschirme. Der gesamte Anbau ist jetzt thermisch konditioniert und kann daher auch im Winter genutzt werden.

2012 Das abendliche Warten auf die „Startkladde“ , um Flüge in das eigenen Flugbuch übertragen zu können, hat ein Ende. Die LVG dokumentiert mit Beginn der Flugsaison 2012 alle Flugbewegungen digital über das Portal „Vereinsflieger.de“, mit dem auch die gesamte Flugstatistik und -abrechnung und die Vereinsverwaltung allgemein vereinfacht wird.

2012 Eine außerordentliche Hauptversammlung beschließt den Namen des Sonderlandeplatzes zu ändern: aus Flugplatz „Heilbad Heiligenstadt“ wird mit behördlicher Genehmigung der Flugplatz „Göttingen – Heilbad Heiligenstadt“. Damit verdeutlicht die LVG ihren Anspruch, Zentrum des Luftsportes für die Region Stadt und Landkreis Göttingen und Landkreis Eichsfeld mit Heilbad Heiligenstadt zu sein. Mit dem Sonderlandeplatz wird auch ein über den reinen Flugsport hinausgehendes Angebot an die regionale Wirtschaft und den Tourismus vorgehalten. Der Platz erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit.


Seit 2012 Teilnahme am OLC (Online Contest), bei dem Flüge über GPS aufgezeichnet und ausgewertet werden - weltweit.

2012/2013 Nach vielen Jahren des gemeinsamen Theorieunterrichts, den die LVG mit den Nachbarvereinen während des Winters in den Räumen der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt in Göttingen angeboten hat, führt die LVG den Theorieunterricht erstmals in den neuen Räumen auf dem Flugplatz durch.

2012/2013 An der Ostseite wird im Herbst eine zweite private Flugzeughalle erbaut. Die Halle dient der dauerhaften Unterstellung eine sechssitzigen Privat- und Geschäftsreiseflugzeuges.

2013 An der Ostseite kann der Verein den Flugplatz um fast 180 Meter verlängern. Möglich wurde dies durch einen Flächentausch mit der benachbarten Agrar-GmbH Heiligenstadt-Günterode. Die Windenstartstrecke wird dadurch entscheidend verlängert, was längere Schulflüge und einen sichereren Anschluss an die Thermik ermöglicht.

2013 Mit der Beschaffung eines gebrauchten Hochleistungssegelflugzeuges mit leistungssteigernden Wölbklappenflügeln aus Mitteln des Vereins wird das sportliche Leistungsspektrum deutlich nach oben erweitert und der Wettbewerbssegelflug gefördert. Aber auch dem gesteigerten Bedarf der vielen Flugschüler wurde durch einen weiteren Schulungseinsitzer vom Typ Ka8 Rechnung getragen, die dem Verein von zwei Mitgliedern geschenkt wurde.

 

Modellflug

Seit 1993 ist der LVG auch eine Modellflugsparte angegliedert. Sie besteht Mitte 2013 aus 10 sehr aktiven Mitgliedern. In der Gruppe werden geflogen:Segelflugmodelle bzw. Elektrosegler von 1m- 3,5 m Spannweite,

Motormodelle mit Verbrennungsmotor mit bis zu 2,8 m Spannweite

Elektrohubschrauber bis 1m Rotordurchmesser

Besonders stolz sind unsere Modeller und damit auch die LVG insgesamt auf eine Reihe großer sportlicher Leistungen.  So konnte Martin Weberschock:  zwischen   1996-2002 in der Klasse F5B drei Weltmeistertitel in der Mannschaftswertung erringen und wurde 2000  Vizeweltmeister in der Klasse  F5B Einzelwertung. Erneut wurde er 2003,2005 und 2009 Mannschaftsweltmeister, in der Klasse F3B..

Stefan Hankel wurde in den 90ger Jahren Deutscher Meister in der Sparte Motorsegelflug.

2008 und 2009 konnten Lothar Schulz, Michael Luitjens und Michael Fuge die ersten 3 Plätze bei den Vereinsmeisterschaften des Modellflugvereins Bad Lauterberg auf dem Butterberg gewinnen.

2013 werden Flüge mit einem sogenannten Quadrocopter, einer Art Modell-Drohne, die mit vier oder mehr Rotoren ferngesteuert wird, durchgeführt und z. B. mit einer Digitalkamera hoher Auflösung augerüstet.

2016 Umbenennung in Luftsportvereinigung Eichsfeld Göttingen e.V.

 

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